Drogenkrieg in Mexiko – kein Ende der Gewalt in Sicht

Freitag, 18. Juni 2010

Kämpfe zwischen mexikanischen, rivalisierenden Drogenbanden haben in den vergangenen Tagen in den Bundesstaaten Tamaulipas und Chihuahua wieder zahlreiche Opfer gefordert. Mindestens 39 neue Todesopfer sind zu beklagen. Davon wurden 20 an verschiedenen Orten innerhalb Maderos gefunden. Verbundene Augen und gefesselte Hände weisen deutlich auf Drogenbanden hin.

Die mexikanischen Bundesstaaten Tamaulipas und Chihuahua waren in den vergangenen Tagen Schauplätze grausamer Verbrechen. In der Stadt Madero fand man 20 Leichen, die mit verbundenen Augen und gefesselten Händen erschossen worden waren. Die Umstände deuten darauf hin, dass es sich um Drogenmorde handelt. Immer wieder kämpfen rivalisierende Drogenbanden miteinander und fordern oft unschuldige Opfer. Auch in Chihuahua kam es zu tödlichen Auseinandersetzungen. Dort drangen die bewaffneten Täter in eine Drogenentzugsklinik ein und erschossen 19 Patienten. Die Täter hinterließen schriftliche Botschaften, um klarzustellen, gegen welches Drogenkartell sich die Angriffe richten. Einer der Patienten des Drogenentzugs hatte bereits vor mehreren Tagen die eigene Familie darüber informiert, dass sich Mitglieder der „Mexicles“ im Entzugszentrum versteckt hielten und er verschwinden müsse, um dem Tod zu entgehen. Auch dieser Patient kam bei dem Anschlag ums Leben. Seine Familie hatte vermutet, dass er den Drogenentzug nicht fortsetzen wollte. Von Reisen mit dem Mietwagen in Mexiko wird dringenst abgeraten.

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