Das Leben der Frida Kahlo

Montag, 16. August 2010

Die 1907 in Mexiko geborene Malerin Frida Kahlo wurde als drittes Kind eines deutschen Fotografen und einer mexikanischen Fotografentochter geboren. Zur Zeit der mexikanischen Revolution verschob sie ihr Geburtsdatum in das Jahr 1910, da ihr Leben für sie erst jetzt, mit der Entstehung des „neuen Mexiko“ begann.

Frida was schon früh mit gesundheitlichen Problemen belastet. Im Alter von sechs Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, wovon sie ein kürzeres Bein zurückbehielt. Mit 15 überkam Frida der Wunsch nach der Schule Medizin zu studieren. Dieser Wunsch blieb ihr jedoch verwehrt, da sie mit 18 Jahren Opfer eines Busunglückes wurde und den ganzen Tag liegend in einem Gipskorsett verbringen musste. Mit Hilfe einer Sonderkonstruktion Ihrer Mutter begann sie daraufhin mit der Malerei.

In ihren Bildern (ihre Bilder als Geburtstagsgeschenk) drückte sie ihre körperlichen und seelischen Verletzungen in Form von Selbstportraits aus. Die Sprache ihrer Bilder war symbolisch und wirkte daher auf viele Betrachter unreal und träumerisch.
Zwei Jahre später lernte Frida zur Verwunderung der Ärzte wieder laufen. Der Versuch Kinder zu bekommen endete jedoch mit Fehlgeburten, welche für Frida lebensbedrohlich waren. Ihren Alltag und die Schmerzen bewältigte sie nur noch unter Einfluss von Alkohol und Drogen.

Im Alter von 22 Jahren heiratete sie den 21 Jahre älteren Maler Diego Rivera, der damals für seine politisch-revolutionären Wandbilder berühmt war. 1929 zogen beide wegen eines Auftrages des amerikanischen Botschafters nach Cuernavaca.
Nur ein Jahr später reiste das Paar für einen dreijährigen Aufenthalt in die USA. Dort wurde erstmals ein Bild von Frida öffentlich ausgestellt. Im Dezember 1933 kehrten sie wieder nach Mexiko zurück. Frida entdeckte im darauffolgenden Sommer die Affäre ihres Mannes mit ihrer jüngeren Schwester und trennte sich von ihm.

Nach ihrem Auszug unterhielt Frida mehrere Liebesaffären. Sie engagierte sich auch auf politischer Ebene und gründete zur Unterstützung der Republik ein Solidaritätskomitee.

1938 bekam Frida ihre eigene Ausstellung in New York.

Nach ihrer Rückkehr im folgenden Jahr ließen sich Frida und Diego scheiden. Da ihr Mann immer noch eine große Rolle in ihrem Leben spielte, heirateten sie erneut.
In den 40-ern unterrichtete Frida an einer Kunstschule. Auf Grund ihres Gesundheitszustandes wurde der Unterricht in ihr Haus verlegt.
1946 erhielt sie den Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft.

Nach mehreren Wirbelsäulenoperationen war Frida auf die Hilfe einer Krankenschwester angewiesen, malte aber trotzdem weiter. Ihre erste Einzelausstellung in ihrer Heimat fand 1953 statt.
1954 starb sie dann an einer Lungenembolie, wobei auch Gerüchte aufkamen, dass sie sich selbst das Leben genommen hätte.

Weitere Informationen zu Frida Kahlo im Reise Blog.

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