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Felipe Calderon und die „Politik der harten Hand“
Der mexikanische Staatspräsident Felipe Calderon verfolgt seit seinem Amtsantritt ein Ziel mit besonderer Härte: den Kampf gegen den Drogenkrieg im Land. Das dazu mobilisierte Militär kämpft aber nicht nur gegen die Drogenkartelle. Besonders die indigene Bevölkerung in den kleinen, armen Dörfern leidet unter der rohen Gewalt, mit der das Militär vorgeht. Menschenrechte scheinen dort nicht mehr zu gelten.
Seitdem Staatspräsident Felipe Calderon den Drogenbanden im Land den Kampf angesagt hat, geht das eigens dafür mobilisierte Militär mit äußerster Brutalität vor allem gegen die ländliche Bevölkerung vor. Viele Indios sitzen unschuldig in den Gefängnissen des Landes. Vor ihrer Verhaftung durch das Militär lebten die meisten von ihnen in ärmlichsten Verhältnissen, in unwegsamen Gegenden. Die Dörfer, die sich in den Bergen befinden, sind das Ziel der Drogenbanden. Dort erhoffen sie sich die Unterstützung für ihre kriminellen Machenschaften, die sie benötigen, um ihre Geschäfte voran zu treiben. Sie spekulieren darauf, dass die indigene Bevölkerung dieser Regionen in derartig ärmlichen Verhältnissen lebt, dass sie dringend auf Einkünfte angewiesen ist. Doch der größte Teil der ländlichen Bevölkerung distanziert sich davon und bevorzugt sein ärmliches aber ehrliches Leben. Das Militär vermutet hinter jedem Bauern ein Mitglied der Drogenbanden und geht mit ungeheurer Brutalität vor. Es geschehen viele Verbrechen, von denen inzwischen ein Teil weltweit an die Öffentlichkeit gelangt ist. Doch bisher gibt es nur vereinzelt internationale Protestaktionen gegen das gewaltsame Vorgehen des mexikanischen Militärs.