Oberster Gerichtshof Mexikos entlässt zwölf Aktivisten der FPDT aus Haft

Montag, 2. August 2010

Im Mai 2006 wurden zwölf Aktivisten der FPDT zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Nachdem 16 Monate lang eine riesige Solidaritätskampagne durchgeführt wurde, nahm der Oberste Gerichtshof Mexikos nun das damalige Urteil zurück. Alle Gefangenen wurden sofort entlassen.

Die FPDT in Mexiko setzt sich aus mehreren kleinen, ländlichen Gemeinden zusammen. Zwölf Aktivisten der Vereinigung wurden im Mai 2006 zu sehr langen Haftstrafen verurteilt. Die höchste Strafe erhielt Ignacio del Valle, der zu 112 Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Grund für die Verhaftung der Aktivisten war die angebliche Entführung von Staatsfunktionären während einer Sitzblockade. Dass der Oberste Gerichtshof Mexikos das Urteil für die zwölf Aktivisten nun aufhob, ist auf eine monatelange Solidaritätskampagne zurückzuführen. Die Atenco-Kampagne wurde von mehreren Organisationen gemeinsam durchgeführt. Die zapatistische EZLN, zahlreiche Gewerkschaften, Künstler und Intellektuelle beteiligten sich an der groß angelegten Solidaritätskampagne für die inhaftierten Aktivisten der FPDT. Am Tag vor der Aufhebung des Urteils fand eine große Kundgebung mit über 3000 Demonstranten direkt vor dem Gerichtsgebäude statt. Diese bildete den Abschluss der gesamten Kampagne. Die FPDT verhinderte 2002 den Bau eines internationalen Flughafens in der Nähe von Mexiko-Stadt. Dass diese Aktion bei der Regierung und den beteiligten Unternehmern nicht gut ankam, mussten die Aktivisten bald spüren. Die Polizei tötete zwei der Aktivisten, nahm unzählige von ihnen fest und folterte sie. Auch Frauen wurden Opfer der staatlichen Repressionen.

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